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Cloud-Migration ohne Kontrollverlust: Workloads sicher und planbar in die Cloud verlagern 

von Redaktion
Zwei Personen stehen vor einer beschrifteten Glaswand und besprechen gemeinsam eine Planung. Eine Person zeigt auf Notizen und Diagramme an der Wand.
Cloud-Migrationen bleiben ein Dauerbrenner beim Einsatz der Cloud – aktuell gewinnen Workload-Verlagerungen zwischen Clouds an Bedeutung
 

In diesem Artikel lesen Sie,

  • wie Sie Applikationen sicher, effizient und risikoarm in die Cloud migrieren,
  • welche Strategien und Schritte eine erfolgreiche Cloud-Migration ermöglichen und
  • warum Sie eine erfolgreiche Migration in die Cloud immer von der Business-Perspektive aus denken sollten.


Heute geht es bei einer Cloud-Migration nicht mehr nur um die Verlagerung von Anwendungen, Servern und Daten in eine neue Cloud-Infrastruktur. Viele Unternehmen überprüfen ihre bestehende Cloud-Strategie erneut – etwa weil sie KI-Anwendungen einführen, regulatorische Anforderungen erfüllen oder Workloads von internationalen Hyperscalern auf eine europäische Cloud-Plattform migrieren möchten. Damit wird die Cloud-Migration zu einem strategischen Transformationsprojekt, das weit über einen rein technischen Migrationsprozess hinausgeht.

Denn der Erfolg einer Cloud-Migration entscheidet sich meist lange, bevor die ersten Daten übertragen werden. Welche Workloads eignen sich für die Migration? Welche Anwendungen sollten zunächst im bisherigen Umfeld verbleiben? Wie lassen sich Ausfallzeiten minimieren? Und welche Rolle spielen Compliance, digitale Souveränität oder die spätere Exit-Fähigkeit? 

Eine erfolgreiche Cloud-Migration beginnt deshalb nicht mit der Technik, sondern mit einer fundierten Analyse der bestehenden IT-Landschaft und einer klaren Strategie. Dieser Beitrag zeigt, welche Entscheidungen Unternehmen vor einer Migration in die Cloud treffen sollten, welche Migrationsstrategien sich bewährt haben und wie sich Risiken während der Umsetzung kontrollieren lassen. 

 
 

Warum Unternehmen heute ihre Cloud-Strategie neu bewerten

Noch vor wenigen Jahren lautete die zentrale Frage vieler Unternehmen: Sollen wir überhaupt in die Cloud migrieren? Heute stellt sich die Situation deutlich differenzierter dar. Viele Organisationen betreiben bereits Cloud-Umgebungen – häufig parallel zu eigenen Rechenzentren oder mehreren Public-Cloud-Anbietern. Andere möchten einzelne Workloads von einem Hyperscaler in eine europäische Cloud-Plattform verlagern, um regulatorische Anforderungen besser zu erfüllen oder ihre digitale Souveränität zu stärken. Eine Cloud-Migration kann daher ganz unterschiedliche Ausgangssituationen umfassen: 

  • Verlagerung von On-Premises-Systemen in eine Public Cloud
  • Migration einzelner Workloads zwischen Cloud-Plattformen
  • Aufbau einer Hybrid-Cloud-Architektur
  • Konsolidierung mehrerer Cloud-Umgebungen
  • Modernisierung bestehender Anwendungen


Entscheidend ist dabei nicht die Technologie allein. Jede Migration zur Cloud sollte einem klaren geschäftlichen Ziel dienen. 

 
 

Welche Vorteile bietet eine Cloud-Migration?

Die eigentliche Stärke einer Migration in die Cloud liegt selten darin, Hardware abzulösen. Vielmehr eröffnet sie die Möglichkeit, die gesamte IT-Landschaft zukunftsfähig auszurichten.

Mehr Skalierbarkeit und Flexibilität

Cloud-Plattformen stellen Rechenleistung, Speicher und Netzwerkressourcen bedarfsgerecht bereit. Neue Anwendungen können schneller eingeführt werden, Lastspitzen lassen sich einfacher abfangen und Entwicklungsprojekte profitieren von einer deutlich höheren Agilität. Damit können neue Services schneller am Markt eingeführt werden.

Höhere Resilienz

Moderne Cloud-Architekturen unterstützen Hochverfügbarkeit, Backup-Strategien und Disaster-Recovery-Konzepte – selbst wenn die Cloud nur als zusätzliches Architektur-Element der IT-Landschaft hinzugefügt wird. Allerdings: Eine Cloud allein garantiert noch keine Ausfallsicherheit.

Modernisierung statt bloßer Verlagerung

Eine Cloud-Migration bietet häufig den idealen Zeitpunkt, um veraltete Anwendungen zu modernisieren, Datenbanken zu aktualisieren oder Automatisierung konsequent einzusetzen. Dadurch entstehen langfristige Vorteile, die weit über den eigentlichen Umzug hinausgehen. 

Wirtschaftliche Ziele

Neben technischen Aspekten spielen wirtschaftliche Faktoren eine zentrale Rolle. Dazu gehören unter anderem: 

  • besser planbare Investitionen
  • kürzere Bereitstellungszeiten
  • geringerer Betriebsaufwand
  • Entlastung interner IT-Teams
  • die Vermeidung kostspieliger Hardware-Erneuerungen


Der Erfolg einer Migration in die Cloud sollte deshalb bereits vor Projektbeginn anhand messbarer Kriterien definiert werden – beispielsweise Ausfallzeiten, Performance, Betriebskosten oder Time-to-Production. 

 
 

Warum Cloud-Migrationen häufig komplexer sind als erwartet

Illustration einer Cloud-Migration mit Computer, Cloud, Dateiordner und Servern. Mehrere Personen arbeiten mit Laptops und Tablets an der Übertragung und Verwaltung von Daten.

Viele Unternehmen unterschätzen die Komplexität ihrer eigenen IT-Landschaft. 

Gewachsene Anwendungslandschaften

Über Jahre oder Jahrzehnte entstandene Systeme bestehen häufig aus zahlreichen individuellen Erweiterungen, Datenbanken und Schnittstellen. Dokumentationen sind nicht immer vollständig, Verantwortlichkeiten haben sich verändert und technische Abhängigkeiten sind oftmals nur noch wenigen Spezialisten bekannt (sofern diese noch im Unternehmen sind). 

Versteckte Abhängigkeiten

Ein ERP-System kommuniziert möglicherweise mit Identitätsdiensten, Reporting-Lösungen, Produktionssystemen und externen Partnern. Wird nur eine dieser Verbindungen übersehen, kann nach der Migration in die Cloud ein eigentlich erfolgreich übertragener Workload dennoch Probleme verursachen. 

Datenqualität

Auch die Datenmigration in die Cloud beginnt nicht mit dem Kopieren von Daten. Veraltete Informationen, Dubletten oder unterschiedliche Datenquellen sollten möglichst bereits vor der Migration bereinigt werden. Andernfalls werden bestehende Probleme lediglich in die neue Umgebung übernommen – und verursachen unnötige Kosten. 

Neue Verantwortlichkeiten

Cloud-Plattformen arbeiten nach dem Shared-Responsibility-Modell. Je nach Servicemodell übernimmt der Anbieter bestimmte Betriebsaufgaben. Für Daten, Identitäten, Berechtigungen oder die sichere Konfiguration bleibt jedoch weiterhin das Unternehmen verantwortlich. Die jeweiligen Verantwortungen müssen klar geregelt und verteilt sein. Die Grenze verläuft dabei nicht an einer spezifischen Grenze zwischen zwei Stacks, stattdessen gibt es in der konkreten Ausgestaltung Spielräume. So können Managed-Services-Partner beispielsweise spezifische Aufgaben übernehmen.

Organisatorischer Wandel

Cloud-Technologien verändern auch Prozesse. Themen wie Infrastructure as Code, DevOps, Automatisierung, FinOps oder Cloud Security gewinnen an Bedeutung. Eine erfolgreiche Migration in die Cloud betrifft daher nicht nur die IT-Infrastruktur, sondern häufig auch Organisation und (Cloud-native) Arbeitsweise.

 
 

Der wichtigste Schritt: Workloads richtig bewerten

Nicht jede Anwendung muss in die Cloud migriert werden. Deshalb beginnt nahezu jedes erfolgreiche Projekt mit einem strukturierten Workload Assessment. Neben Anwendungen werden dabei auch die benötigten Compute-, Speicher- und Netzwerkressourcen analysiert. Ebenso fließen bestehende Server, Datenbanken, Schnittstellen sowie Performance-Anforderungen in die Bewertung ein. Erst dieses Gesamtbild ermöglicht eine fundierte Cloud-Migrationsstrategie. Dabei werden unter anderem folgende Fragen beantwortet:  

  • Welche Anwendungen sind geschäftskritisch?
  • Welche Daten werden verarbeitet?
  • Welche Schnittstellen bestehen?
  • Welche Performance wird benötigt?
  • Welche regulatorischen Anforderungen gelten?
  • Welche Systeme befinden sich bereits am Ende ihres Lebenszyklus?
     

Erst auf dieser Grundlage lässt sich entscheiden, welche Workloads tatsächlich von einer Migration zur Cloud profitieren. Ebenso wichtig ist der geschäftliche Nutzen. Eine technisch mögliche Migration ist nicht automatisch wirtschaftlich sinnvoll.

 
 

KI verändert die Anforderungen an Cloud-Migrationen

Für viele Unternehmen bildet die Cloud-Migration inzwischen die Grundlage für den produktiven Einsatz von KI. Moderne KI-Anwendungen benötigen häufig skalierbare GPU-Ressourcen, leistungsfähige Datenplattformen und automatisiert bereitgestellte Cloud-Infrastrukturen. Deshalb sollte bereits im Migrationsprozess berücksichtigt werden, welche Workloads künftig KI-gestützt verarbeitet oder analysiert werden sollen. Wer die Zielarchitektur früh darauf ausrichtet, vermeidet spätere kostspielige Anpassungen. 

 
 

Welche Cloud-Migrationsstrategie und Zielarchitektur passen zum Unternehmen?

Die Zielplattform ergibt sich aus den Anforderungen der jeweiligen Workloads. Je nach Ausgangssituation kommen unterschiedliche Modelle infrage:  

  • Public Cloud für hohe Skalierbarkeit und Innovationsgeschwindigkeit
  • Private Cloud für besonders sensible Anwendungen
  • Community Cloud für Workloads, die skalierbar und geschützt (ggfs. mit bestimmten Industrie-Anforderungen) betrieben werden sollen
  • Hybrid Cloud, wenn einzelne Systeme weiterhin lokal betrieben werden
  • Multi-Cloud, wenn mehrere Cloud-Anbieter kombiniert werden


Ebenso sollte früh entschieden werden, wann und wo Infrastructure as a Service (IaaS), Platform as a Service (PaaS) oder Software as a Service (SaaS) zum Einsatz kommen. Diese Entscheidung beeinflusst sowohl den Modernisierungsaufwand als auch die spätere Betriebsverantwortung. Nicht zu vergessen: Neben klassischen Migrationen aus dem eigenen Rechenzentrum gewinnen heute auch Migrationen bestehender Workloads zwischen verschiedenen Cloud-Anbietern an Bedeutung.

 
 

Die passende Migrationsstrategie: Das bewährte 6R-Modell

Nicht jede Anwendung wird auf die gleiche Weise migriert. In der Praxis hat sich das sogenannte 6R-Modell etabliert. 

Rehost

  • Die Anwendung wird weitgehend unverändert in die Cloud übernommen.

Replatform

  • Die Anwendung erhält gezielte Anpassungen, um Cloud-Dienste besser zu nutzen.

Refactor beziehungsweise Re-Architect

  • Die Software wird grundlegend modernisiert und Cloud-nativ weiterentwickelt.

Repurchase

  • Eine bestehende Anwendung wird durch eine SaaS-Lösung ersetzt.

Retain

  • Der Workload verbleibt zunächst im bisherigen Umfeld.

Retire

  • Nicht mehr benötigte Anwendungen werden stillgelegt.

Größere IT-Landschaften kombinieren meist mehrere dieser Strategien. Genau deshalb ist eine sorgfältige Priorisierung aller Workloads wichtiger als eine möglichst schnelle Umsetzung.

 
 
 

Sicherheit, Compliance und digitale Souveränität von Anfang an berücksichtigen

Regulatorische Anforderungen sollten nicht erst kurz vor der Produktivsetzung betrachtet werden. Bereits während der Planung einer Cloud-Migration müssen unter anderem folgende Aspekte berücksichtigt werden:  

  • Datenschutz und personenbezogene Daten 
  • Datenresidenz 
  • internationale Zugriffe 
  • Auftragsverarbeitung 
  • Unterauftragnehmer 
  • technische und organisatorische Maßnahmen 
  • Auditierbarkeit 
  • branchenspezifische Anforderungen 


Je nach Branche können zusätzlich Vorgaben wie NIS2 oder DORA relevant werden. Ebenso gewinnt das Thema digitale Souveränität zunehmend an Bedeutung. Dabei geht es nicht nur um den Speicherort von Daten, sondern ebenso um rechtliche Einflussmöglichkeiten, Administratorzugriffe, Transparenz und die Fähigkeit, den Cloud-Anbieter später wieder wechseln zu können. 

 
 

Cloud-Migration in kontrollierten Schritten

Eine erfolgreiche Migration in die Cloud erfolgt selten in einem einzigen großen Umzug. Bewährt hat sich vielmehr ein stufenweises Vorgehen in Phasen. 

1. Strategie und Business Case

Zu Beginn werden Ziele, Erfolgskriterien und Projektumfang definiert. 

2. Discovery und Assessment 

Ein strukturiertes Cloud-Assessment bildet häufig den Ausgangspunkt. Gemeinsam mit den Fachbereichen werden Anwendungen, Datenbanken, Schnittstellen und Abhängigkeiten analysiert. Anschließend entstehen Zielarchitektur, Landing Zone und eine Roadmap für die Migration. Während des eigentlichen Migrationsprozesses unterstützen automatisierte Werkzeuge, standardisierte Runbooks und erprobte Vorgehensmodelle dabei, Risiken zu reduzieren. Nach dem Go-live sorgen Hypercare, Performance-Optimierung und Wissenstransfer dafür, dass der Betrieb nachhaltig stabilisiert wird.

3. Zielarchitektur

Netzwerke, Sicherheitskonzepte, Identitätsmanagement, Backup, Monitoring und Betriebsmodell werden geplant. 

4. Aufbau der Cloud-Grundlage

Die Zielumgebung wird vorbereitet. Häufig entsteht dabei zunächst eine sogenannte Landing Zone. Eine Landing Zone definiert außerdem Standards für die Bereitstellung neuer Cloud-Ressourcen. Dazu gehören Netzwerke, Identitäten, Sicherheitsrichtlinien, Logging, Monitoring sowie Governance-Vorgaben. Dadurch lassen sich spätere Workloads konsistent migrieren und betreiben. 

5. Pilotmigration

Ein überschaubarer Workload dient dazu, Prozesse, Werkzeuge und Automatisierung unter realen Bedingungen zu überprüfen. 

6. Migration in Wellen

Anschließend folgen weitere Anwendungen in sinnvoll definierten Migrationsgruppen. Nach jeder Welle werden Funktionen, Datenintegrität und Performance überprüft.

7. Hypercare und Betriebsübergabe

Nach dem Go-live werden Systeme intensiv überwacht. Erst wenn Stabilität und Performance nachgewiesen sind, erfolgt die Übergabe an den Regelbetrieb und schließlich die Abschaltung nicht mehr benötigter Altsysteme. 

 
 

Wie sich Ausfallzeiten möglichst gering halten lassen

Eine vollständig unterbrechungsfreie Cloud-Migration lässt sich nicht in jedem Szenario garantieren. Die Ausfallzeiten können jedoch erheblich reduziert werden. 

Bewährte Maßnahmen sind unter anderem: 

  • Testmigrationen
  • User-Acceptance-Tests
  • klar definierte Go-/No-Go-Kriterien
  • Rollback-Konzepte
  • Backup-Strategien
  • Parallelbetrieb kritischer Anwendungen
  • Datensynchronisation während der Übergangsphase


 Je besser diese Maßnahmen vorbereitet werden, desto kontrollierter verläuft der eigentliche Produktivwechsel. 

 
 

Automatisierung beschleunigt die Migration – ersetzt aber keine Planung

Moderne Cloud-Projekte setzen heute konsequent auf Automatisierung. Infrastructure as Code (IaC) ermöglicht beispielsweise den reproduzierbaren Aufbau kompletter Cloud-Umgebungen. Standardisierte Runbooks automatisieren wiederkehrende Migrationsschritte. Ebenso lassen sich Konfigurationen, Berechtigungen oder Sicherheitsrichtlinien automatisiert überprüfen. Automatisierung erhöht Qualität und Geschwindigkeit erheblich. Sie ersetzt jedoch weder Architekturentscheidungen noch die fachliche Bewertung einzelner Anwendungen. Gerade komplexe Legacy-Systeme benötigen individuelle Planung. 

 
 

Kosten, Vendor Lock-in und Exit-Fähigkeit gemeinsam betrachten

Die Kosten einer Migration in die Cloud entstehen nicht erst nach der Inbetriebnahme. Bereits während des Projekts fallen Aufwände für Assessment, Architektur, Datenübertragung, Tests oder Parallelbetrieb an. Mindestens ebenso wichtig sind jedoch die späteren Betriebskosten. Eine belastbare Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung berücksichtigt unter anderem:  

  • Compute-Ressourcen (Server)
  • Speicher
  • Netzwerkverkehr
  • Backup
  • Sicherheitsdienste
  • Lizenzen
  • Betriebsaufwand
  • verbleibende On-Premises-Systeme


 Ebenso sollte die Architektur von Beginn an die spätere Exit-Fähigkeit berücksichtigen: Je stärker proprietäre Plattformdienste genutzt werden, desto schwieriger kann ein späterer Anbieterwechsel werden. Offene Standards, Container-Technologien und portable Architekturen helfen dabei, diese Abhängigkeiten zu reduzieren. 

 
 

Wann lohnt sich externe Unterstützung?

Je komplexer eine IT-Landschaft ist, desto wichtiger wird Erfahrung aus vergleichbaren Projekten. Ein spezialisierter Cloud-Migrationsservice kann insbesondere unterstützen bei: 

  • Workload Assessment
  • Zielarchitektur
  • Landing Zone
  • Automatisierung
  • Pilotmigrationen
  • Migrationsplanung
  • Testkonzepten
  • Cutover-Management
  • Hypercare
  • Wissenstransfer


Dabei verbleiben wesentliche Entscheidungen weiterhin beim Unternehmen. Fachliche Prioritäten, Freigaben und die Verantwortung für Geschäftsprozesse können nicht ausgelagert werden. Externe Experten sorgen vielmehr dafür, dass technische Umsetzung, Governance und Projektsteuerung ineinandergreifen und Risiken frühzeitig erkannt werden. Für Unternehmen, die Workloads aus bestehenden Hyperscaler-Umgebungen oder aus eigenen Rechenzentren auf die T Cloud Public migrieren möchten, kann ein modular aufgebauter Migrationsservice den gesamten Prozess begleiten – von der ersten Analyse über die Zielarchitektur bis hin zur Stabilisierung des Betriebs. So lässt sich die Migration strukturiert planen und gleichzeitig die Grundlage für eine langfristig souveräne Cloud-Strategie schaffen. 

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Fazit: Erfolgreiche Cloud-Migration beginnt mit den richtigen Entscheidungen

Eine Cloud-Migration ist kein Infrastrukturprojekt, sondern ein Transformationsprojekt. Technik spielt dabei selbstverständlich eine zentrale Rolle. Über den Erfolg entscheiden jedoch vor allem die vorgelagerten Fragen: Welche Workloads schaffen echten Mehrwert? Welche Zielarchitektur passt zur eigenen IT-Strategie? Wie lassen sich Sicherheit, Compliance, Wirtschaftlichkeit und Flexibilität miteinander verbinden? 

Gleichzeitig sollte jede Cloud-Migration bereits die Anforderungen zukünftiger KI-Workloads, regulatorischer Entwicklungen und möglicher Anbieterwechsel berücksichtigen. Unternehmen, die diese Entscheidungen sorgfältig vorbereiten, reduzieren nicht nur Projektrisiken. Sie schaffen gleichzeitig die Grundlage für ein Cloud-Engagement, das zukünftige Anforderungen – von KI-Anwendungen über regulatorische Vorgaben bis hin zu einer souveränen europäischen Cloud-Strategie – langfristig unterstützt. 

 
 

FAQ zur Cloud-Migration

Wie lange dauert eine Cloud-Migration? 

Das hängt von Umfang und Komplexität der IT-Landschaft ab. Kleine, unabhängige Workloads lassen sich innerhalb weniger Minuten migrieren (wobei für die Planung einige Tage vorgesehen werden sollten). Größere Transformationsprojekte hingegen nehmen mehrere Monate oder länger in Anspruch. 

Kann eine Cloud-Migration ohne Ausfallzeiten erfolgen? 

Nicht in jedem Fall. Mit Testmigrationen, Parallelbetrieb und sorgfältiger Planung lassen sich Unterbrechungen und Migrationsrisiken jedoch häufig auf ein Minimum reduzieren. 

Welche Anwendungen eignen sich nicht ohne Weiteres für die Cloud?

Vor allem eng gekoppelte Legacy-Systeme oder Anwendungen mit speziellen Hardwareabhängigkeiten benötigen häufig zunächst eine Modernisierung oder verbleiben vorübergehend im bisherigen Umfeld. 

Was ist der Unterschied zwischen Rehosting, Replatforming und Refactoring? 

Beim Rehosting wird eine Anwendung nahezu unverändert übernommen. Replatforming umfasst gezielte Anpassungen an die Zielplattform. Refactoring beziehungsweise Re-Architecting modernisiert die Anwendung grundlegend. KI-Tools können die Aufwände dafür heute drastisch reduzieren. 

Was ist eine Cloud Landing Zone? 

Eine Landing Zone bildet die standardisierte technische Grundlage einer Cloud-Umgebung. Sie umfasst unter anderem Netzwerke, Sicherheitsrichtlinien, Rollen, Monitoring, Logging und Governance. Sie stellt eine Basis-Aufstellung für die Cloud „out of the box“ bereit.

Wie lässt sich Vendor Lock-in vermeiden? 

Durch offene Standards, portable Architekturen, Container-Technologien und eine frühzeitig geplante Exit-Strategie können spätere Anbieterwechsel deutlich erleichtert werden.

 

 

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